Die Farbe der Träume: Was Ihre Bettwäsche über Sie verrät
May 4, 2026
Das sagen unsere Lieblingsfarben im Schlafzimmer über unsere Persönlichkeit aus.
„Farben sind die Muttersprache des Unbewussten.“
Dieses Zitat wird heute oft Carl Gustav Jung zugeschrieben. Es gehört aber wahrscheinlich eher in den Bereich der modernen Pop-Psychologie.
Fakt ist, dass sich der Schweizer Psychiater und Psychologe viel mit dem kollektiven Unbewussten und der Symbolik der Träume auseinandersetzte. Der Pionier der Tiefenpsychologie war überzeugt, dass die Psyche bildhaft und symbolisch zu verstehen ist.
Dementsprechend ging er davon aus, dass Farben erst im individuellen Kontext eine psychologische Bedeutung bekommen. Nicht für jeden bedeutet laut Jung Rot also Liebe oder Gelb Optimismus.
Farb-Experte Karsten Homann ist da anderer Ansicht: Die Wirkung der Farben ist seiner Meinung nach immer gleich und tief durch körperliche Reaktionen in unserer Psyche verankert – so soll Rot beispielsweise für alle anregend sein, Braun erden. Wie stark der Einfluss ist, das unterscheidet sich aber von Mensch zu Mensch.
Da gibt es diejenigen, die gut mit Rot in allen Lebensbereichen zurechtkommen, während andere durch die Farbe negativ stimuliert werden. Ruhige Menschen, die eher Himmelblau-Typen sind, können mit den Rottönen nichts anfangen und würden in roter Bettwäsche durch deren anregende Wirkung schlechter schlafen.
Farben haben aber auch eine Bedeutung, die nicht nur mit unserem individuellen Unterbewusstsein, sondern auch mit unserem kulturellen und sozialen Umfeld zu tun haben.
Das unbeschriebene Blatt: Weiss
Weiss wird als neutral gehandelt, die Farbe steht für Neuanfang, Gerechtigkeit und Neutralität. Sie wird aber auch mit Reinheit, Unschuld, Ganzheit und Vollkommenheit assoziiert, moderne Hochzeitskleider sind deshalb in der Farbe gehalten. Sogar Ausdruck des Himmlischen und Göttlichen ist die Farbe in manchen Kulturen. Nicht jeder kann sich mit Weiss identifizieren, das auf manche Menschen auch kalt und unnahbar wirken kann.
Menschen, die sich mit Weiss umgeben, werden als sehr gewissenhaft, ordentlich, aber auch als eher introvertiert und verschlossen eingeschätzt. Wählen Sie Weiss für Ihr Schlafzimmer und Ihre Bettwäsche, würden Farbpsychologen davon ausgehen, dass Sie in Ihrer privaten Umgebung diese Charaktereigenschaften besitzen oder schätzen.
Wenn Weiss für Sie Reinheit, Ordnung und Leichtigkeit bedeutet, ist
AVENUE die passende Bettwäsche für ein Schlafzimmer mit klarer Ausstrahlung.
Verbindung mit der Natur
Das Schlafzimmer ist der erste Raum, den wir morgens sehen, wenn wir die Augen öffnen. Kein Wunder, dass die Farben hier eine grosse Auswirkung auf das Wohlbefinden haben. Um mit guten Assoziationen zu starten, sind für viele Menschen helle Blau- oder Grüntöne für die Bettwäsche ideal, sie erinnern an die Natur. Deswegen passen auch Strandfarben so gut ins Schlafzimmer: Türkis, in Verbindung mit Creme, erinnert bewusst (aber auch unterbewusst) an Urlaub am Strand. Gut ist immer, wenn der Boden dunkel ist, das vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Erdung gleich beim Aufstehen. Ruhige Typen, die auf Harmonie setzen, sind an solchen Schlafzimmern im Natur-Look zu erkennen.
Schwarzmalerei im Schlafzimmer
Rein farbpsychologisch ist schwarze Bettwäsche oder Schwarz als Wandfarbe im Schlafzimmer keine sehr gute Wahl. Wer geht schon gerne in eine dunkle, schwarze Höhle? Wenn Sie Ihr Schlafzimmer so dunkel lieben, kann das aber auch ein Zeichen dafür sein, dass Sie Rückzug und Schutz suchen und nicht gesehen werden wollen.
Mehr Mut zur Farbe
Es scheint ein gesellschaftliches Phänomen zu sein, dass wir immer unmutiger im Umgang mit Farben sind. Ein Blick auf einen Durchschnitts-Parkplatz bestätigt die Hypothese: da stehen heute kaum noch bunte Autos: Weiss, Schwarz und Grau dominieren. In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sah das noch ganz anders aus.
Die meisten Menschen fürchten sich heute vor (Farb-)Experimenten in der Öffentlichkeit – daher kommen die vielen weissen Autos und die beigen Einrichtungsfarben, die heute nicht mehr so „in“ sind wie noch vor einigen Jahren und mittlerweile von vielen als „sad beige“ geoutet werden.
Wer Mut zur Farbe hat, deutet auf eine stabile Persönlichkeit hin. Dabei kann die Farbwahl sehr Kontext-abhängig sein. Manche kleiden sich bei der Arbeit nur in neutrale Farben, dabei wird das Outfit auf Partys kunterbunt: Ein klares Zeichen, dass im professionellen Umfeld die introvertierten Charakterzüge am Kommando sind, während beim Ausgehen dafür richtig Freude herrschen darf. Wer fröhliche Farben ins Schlafzimmer bringt und sich eine Bettwäsche aussucht, die knallbunt ist, unterstreicht die Bereitschaft, in den vier Wänden – und besonders in deren intimstem Teil, dem Schlafzimmer – Spass zu haben.
Wer knallige Farben als Kleidung trägt oder ein quietschgelbes Auto fährt, macht aber auch auf sich aufmerksam, steht im Mittelpunkt. Für diejenigen, die ihre extrovertierte Persönlichkeit nicht so offen ausleben möchten, ist die bunte Bettwäsche eine gute Alternative, um die Liebe zu Farben und damit den verspielten Teil des Charakters dort auszudrücken, wo es keiner sehen kann – oder zumindest nur die engsten Vertrauten. Die Bettwäsche in Vitaminfarben kann einfach jederzeit ausgetauscht werden und ist keine so grosse Entscheidung, wie eine Wand zu streichen, oder gar ein Autokauf.
Ein guter Kompromiss, um mehr Farbe ins Leben zu bringen, ist die Wahl gedeckter Töne. An strahlenden Farben sehen wir uns schneller satt, während gedämpfte Nuancen neutraler wirken, einfacher zu kombinieren sind und eleganter aussehen. Sie bringen aber noch immer die Essenz ihrer Farbkategorie mit. Wer aber den Mut zur Farbe hat und die hohen Strahlkräfte zu Hause liebt, gibt sich als lebensfroh und gut gelaunt zu erkennen – auch wenn er oder sie bei der Kleidung vielleicht eher auf graue-Maus-Optik setzt, um im Alltag keine Aufmerksamkeit zu erregen.
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Farben sagen mehr als 1.000 Worte
Es ist eine weit verbreitete Vorstellung, dass uns Farben nicht nur beeinflussen, sondern dass jede Farbe auch mit einer gewissen Charaktereigenschaft verbunden ist.
Farb-Experte Karsten Homann hat nach dieser Theorie ein Persönlichkeitstest-Team-Training entwickelt, das er Unternehmen anbietet. Basierend auf den Lieblings-Farbkombinationen der Testpersonen analysiert er deren Persönlichkeit.
Humbug? Karsten Homann ist jedenfalls nicht der Einzige, der sich mit Farbpsychologie beschäftigt und damit, wie die Auswahl der Lieblingsfarben einiges über unseren Charakter aussagt.
Evidenzbasierte Farbpsychologie
Prof. Dr. Axel Buether vom Institut für evidenzbasierte Farbpsychologie der Bergischen Universität Wuppertal hat zum Thema erst 2025 eine interessante Studie veröffentlicht.
Er hat den Zusammenhang zwischen Farbpräferenzen und den Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen (Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) untersucht. Verblüffend ist, dass die Übereinstimmung zwischen Farbprofilen und Persönlichkeitsmerkmalen sehr hoch war. Extraversion, Verträglichkeit und Offenheit für Erfahrungen scheinen sich besonders stark in den Farbvorlieben der Menschen widerzuspiegeln. Und, was noch spannender ist: Andere Menschen, denen die Lieblingsfarben der Versuchsteilnehmer gezeigt wurden, haben deren Charaktereigenschaften sehr genau an den Farbkombinationen erraten können.
Die Farbpsychologie hat in den letzten Jahren immer mehr Interesse geweckt. Schliesslich sind Farben ein universelles Kommunikationsmittel. Einerseits rufen sie eine biologische Reaktion hervor, etwa erhöhte Aufmerksamkeit bei Rottönen, wie auch Karsten Homann unterstreicht. Andererseits haben sie kulturelle und persönliche Bedeutung – in der westlichen Welt gilt Blau beispielsweise als Farbe für Vertrauen.
Wo Sprache an ihre Grenzen stösst, können Farben alles sagen. Sie machen versteckte und unbewusste Seiten der Persönlichkeit sichtbar, die sonst schwer auszudrücken sind. Nicht zuletzt, weil die deutsche Sprache laut Duden nur etwa 140.000 Wörter enthält. Die Farbnuancen dieser Welt aber sind unendlich.



